PFLEGEN ZU HAUSE
Diese Informationen wurden Ihnen von dem Projekt PfiFf – Pflege in Familien fördern der AOK Nordost - Die Gesundheitskasse am 17.07.2026 10:42 bereitgestellt.
Diese Informationen wurden Ihnen von dem Projekt PfiFf – Pflege in Familien fördern der AOK Nordost - Die Gesundheitskasse am 17.07.2026 10:42 bereitgestellt.
Sepsis ist die schwerste Verlaufsform einer Infektion. Sie kann aus nahezu jeder Infektion entstehen, z. B. aus einer Grippe, Covid-19 oder einem Harnwegsinfekt.
Sepsis betrifft Menschen in jedem Alter – Kinder, junge Erwachsene, ältere Menschen und Hochbetagte. Bestimmte Lebensphasen, Vorerkrankungen oder Umstände können das Risiko jedoch erhöhen.
Sie zählt zu den häufigsten medizinischen Notfällen und Todesursachen in Deutschland.
Ein Großteil der Todesfälle und Langzeitfolgen kann verhindert werden – durch frühes Erkennen, Behandlung als Notfall und das möglichst wirksame Verhindern von Infektionen (Prävention).
Eine Sepsis entsteht, wenn der Körper eine Infektion nicht mehr wirksam begrenzen kann und Organe und Gewebe durch den Abwehrkampf des Körpers gegen die Infektion geschädigt werden.
Grundsätzlich kann jede Infektion zu einer Sepsis führen – unabhängig davon, ob sie durch Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten verursacht wird.
Beispiele sind:
Es gibt nicht das eine Symptom, das eindeutig für eine Sepsis spricht.
Da Sepsis immer durch eine Infektion ausgelöst wird, können Infektionszeichen wie Fieber oder Schüttelfrost vorhanden sein – sie können aber auch fehlen.
Eine schnelle erste Orientierungshilfe bietet der Quick-Check der Sepsis-Stiftung. (Der Quick-Check sollte immer in Kombination mit einer ärztlichen Einschätzung verwendet werden).
Bei Sepsis ist eine schnelle Behandlung entscheidend.
Wenn die Warnzeichen für eine Sepsis nicht bekannt sind oder nicht ausreichend beachtet werden, kann Sepsis zunächst wie ein normaler Infekt wirken. Deshalb wird sie manchmal mit einer weniger schweren Erkrankung verwechselt und häufig zu spät als Sepsis erkannt und behandelt.
Deshalb ist es wichtig, den Verlauf der Beschwerden und mögliche frühe Anzeichen klar zu benennen. Fragen Sie aktiv nach: „Könnte es eine Sepsis sein?“
Bei Unsicherheit lieber frühzeitig handeln: Ein ungutes Gefühl kann ein wichtiger Hinweis sein, auch wenn der Grund unklar ist. Sagen Sie im Gespräch klar, wenn Sie selbst oder eine nahestehende Person das Gefühl haben: „Etwas stimmt nicht.“ Das kann helfen, rechtzeitig die passende Behandlung einzuleiten.
Grundsätzlich kann jeder Mensch an einer Sepsis erkranken. Bestimmte Faktoren können das Risiko jedoch erhöhen.
Zum Beispiel:
Ein hilfreicher Grundsatz ist: „Veränderungen früh erkennen und Infektionen ernst nehmen.“
Die Erholung nach einer Sepsis kann lange dauern und verläuft von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Betroffene erleben die Folgen einer Sepsis sehr verschieden – in Art, Dauer und Ausprägung der Beschwerden. Die Folgen können körperlich, kognitiv oder psychisch sein und über Monate oder Jahre bestehen bleiben.
Manche Beschwerden sind schwer zu beschreiben oder werden nicht sofort mit der Sepsis in Verbindung gebracht.
Sepsis-Folgen können auch zeitverzögert auftreten. Eine gute Begleitung nach der Sepsis bedeutet: Beschwerden wahrnehmen, Unterstützung annehmen und der Erholung Zeit geben.
Die Begleitung eines Menschen mit Sepsis oder nach einer Sepsis kann körperlich und seelisch belastend sein.
Achten Sie deshalb auch auf Ihre eigene Gesundheit.
Hilfreich sind:
Gerade wenn pflegende Angehörige selbst zu einer Risikogruppe gehören, sind Eigenschutz, Impfungen und Hygiene besonders wichtig.