PFLEGEN ZU HAUSE
Diese Informationen wurden Ihnen von dem Projekt PfiFf – Pflege in Familien fördern der AOK Nordost - Die Gesundheitskasse am 18.06.2026 21:58 bereitgestellt.
Diese Informationen wurden Ihnen von dem Projekt PfiFf – Pflege in Familien fördern der AOK Nordost - Die Gesundheitskasse am 18.06.2026 21:58 bereitgestellt.
Eine Depression ist eine Erkrankung der Seele. Sie zeigt sich durch eine länger anhaltende gedrückte Stimmung, Interessenverlust und Antriebslosigkeit.
Eine Depression ist nicht einfach Traurigkeit. Betroffene können sich meist nicht allein daraus befreien.
Tritt eine Depression bei Menschen ab etwa 65 Jahren auf, spricht man häufig von einer Depression im Alter.
Eine Depression kann in jedem Lebensalter auftreten. Im Alter wird sie jedoch manchmal spät erkannt, weil Beschwerden häufig mit körperlichen Erkrankungen, Schmerzen, Einsamkeit oder dem Alterungsprozess verwechselt werden.
Mehrere Ursachen können zusammenwirken, zum Beispiel:
Das Risiko für eine Depression im Alter kann erhöht sein durch:
Eine Depression im Alter kann sich seelisch und körperlich zeigen.
Mögliche Krankheitszeichen sind:
Manche Beschwerden können einer Demenz ähneln. Deshalb ist eine ärztliche Abklärung wichtig.
Eine Depression kann lebensbedrohlich werden, wenn Suizidgedanken auftreten.
Holen Sie sofort Hilfe, wenn die betroffene Person:
Bei akuter Gefahr wählen Sie den Notruf 112.
Depressionen sind behandelbar. Auch im höheren Lebensalter kann eine Behandlung gut helfen.
Mögliche Bestandteile der Behandlung sind:
Bei älteren Menschen ist wichtig, mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu beachten.
Ein hilfreicher Grundsatz ist: „Dasein, ernst nehmen und kleine Schritte unterstützen.“
Betroffene brauchen Verständnis, Geduld und verlässliche Begleitung. Gut gemeinte Aufforderungen wie „Reiß dich zusammen“ helfen nicht und können zusätzlich belasten.
Hilfreich ist:
Eine Depression kann den Alltag stark erschweren. Was hilft, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
Der Austausch mit anderen Betroffenen oder Angehörigen kann entlasten. Selbsthilfegruppen und Beratungsangebote können helfen, die Erkrankung besser zu verstehen und mit Belastungen umzugehen.
Pflegende An- und Zugehörige sollten auch auf ihre eigene Gesundheit achten. Angehörige können unterstützen, sollten aber keine professionelle Behandlung ersetzen.
Hilfreich kann sein, gemeinsam zu überlegen, welche Unterstützung wirklich entlastet und welche Hilfe die betroffene Person annehmen möchte.
Angehörige sollten auf eigene Grenzen achten und rechtzeitig Unterstützung annehmen.
Dieser Text orientiert sich an der Nationalen VersorgungsLeitlinie „Unipolare Depression“, an Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde, an Informationen der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention sowie an pflegefachlichen Empfehlungen zur Unterstützung älterer Menschen mit Depression und ihrer Angehörigen.