PFLEGE IN EINEM PFLEGEHEIM

LEISTUNGEN FÜR STATIONÄRE PFLEGE

Die Auswahl einer passenden Pflegeeinrichtung ist nicht leicht. Die Kosten spielen dabei eine wichtige Rolle.

Die Pflegekasse finanziert Leistungen für folgende Aufwendungen:

Zum Beispiel:

  • Körperpflege: Waschen, Duschen, Zähneputzen, Kämmen, Rasieren, Darm- und Blasenentleerung, Hygiene
  • Mobilität: Aufstehen, Zubettgehen, Lagern, Gehen, Stehen, Treppensteigen, An- und Auskleiden
  • Ernährung: mundgerechte Zubereitung der Nahrung, Unterstützung beim Essen und Trinken

Zum Beispiel:

  • Unterstützung bei persönlichen Angelegenheiten: Korrespondenz, Behördengänge
  • Alltagsgestaltung: Begleitung bei Spaziergängen, Hilfe bei Hobbys
  • Hilfe bei der Orientierung: Erkennen von Zeit, Ort und Personen
  • Unterstützung zur Teilnahme am sozialen Leben: Gottesdienst, Haus- und Familienfeiern

Dazu zählen beispielsweise Medikamentengaben, das Verabreichen von Injektionen, das Anlegen von Verbänden und Blutdruckmessungen.

IN WELCHER HÖHE ÜBERNIMMT DIE PFLEGEKASSE DIE KOSTEN?

Die Pflegekasse übernimmt monatlich pauschale Leistungsbeträge je Pflegegrad in Höhe von:

•Pflegegrad 1: 125,00 EUR

•Pflegegrad 2: 770,00 EUR

•Pflegegrad 3: 1.262,00 EUR

•Pflegegrad 4: 1.775,00 EUR

•Pflegegrad 5: 2.005,00 EUR

In jeder Pflegeeinrichtung gibt es einen für die Pflegegrade 2 bis 5 einheitlichen pflegebedingten Eigenanteil. Dieser Eigenanteil steigt nicht, wenn jemand in seiner Pflegeeinrichtung in einen höheren Pflegegrad eingestuft werden muss.

Zusätzlich zum einrichtungseinheitlichen Eigenanteil sind vom Pflegebedürftigen selbst die Kosten für Unterkunft/Verpflegung und betriebsnotwendige Investitionen der Pflegeeinrichtung zu zahlen.

Da es bei den Preisen eine erhebliche Bandbreite gibt, lohnt sich ein Vergleich. Hinzu kommen weitere Kosten, insbesondere für Zusatzleistungen (z. B. die Reparatur privater Gegenstände). Diese müssen Sie vollständig zahlen.

Reicht Ihr eigenes Einkommen oder Vermögen nicht aus, um den Aufenthalt in der Pflegeeinrichtung zu finanzieren, empfehlen wir Ihnen sich zu erkundigen, ob Ihnen Unterstützung aus der Sozialhilfe zusteht.

Es ist gesetzlich geregelt, dass es in jedem Pflegeheim einen einheitlichen pflegebedingten Eigenanteil für die Pflegegrade 2 bis 5 gibt. Dieser Eigenanteil wird also nicht mehr steigen, wenn jemand in seiner Pflegeeinrichtung in einen höheren Pflegegrad eingestuft werden muss.

Zusätzlich zum einrichtungseinheitlichen Eigenanteil sind vom Pflegebedürftigen selbst die Kosten für Unterkunft/Verpflegung und betriebsnotwendige Investitionen des Pflegeheimes zu zahlen.

Grundsätzlich soll kein Pflegebedürftiger, der bereits bis zum 31.12.2016 im Pflegeheim Leistungen der Pflegekasse erhalten hat, durch die Überleitung der Pflegesätze einen höheren Eigenanteil an den Pflegesätzen entrichten müssen. Die Pflegekasse zahlt deshalb an das Pflegeheim einen Zuschlag im Rahmen des Besitzstandes - zusätzlich zu den regulären vollstationären Pflegeleistungen - , wenn der einrichtungseinheitliche Eigenanteil im Januar 2017 höher als der individuelle Eigenanteil für die pflegebedingten Aufwendungen im Dezember 2016 ist. Der Zuschlag entspricht der Differenz aus den unterschiedlichen Höhen der Eigenanteile.

Weiterführende Links