Auch der Onlinekurs Pflegen zu Hause bietet Unterstützung für die Pflege und Betreuung. Haben
Sie Interesse am Onlinekurs, aber noch keine persönliche Zugangs-TAN erhalten, oder wünschen Sie ein Buch, schreiben Sie uns gerne eine Nachricht über das Kontaktformular.
Diese Informationen wurden Ihnen von dem Projekt PfiFf – Pflege in Familien fördern der AOK Nordost - Die
Gesundheitskasse am 12.06.2026 16:26 bereitgestellt.
Ein Dekubitus wird auch Druckgeschwür oder „Wundliegen“ genannt.
Er entsteht, wenn Haut und Gewebe über längere Zeit durch Druck belastet werden. Dadurch wird die Durchblutung gestört und das Gewebe kann geschädigt werden.
Besonders gefährdet sind Stellen über Knochenvorsprüngen, zum Beispiel:
Steißbein
Fersen
Hüften
Ellenbogen
Schulterblätter
Hinterkopf
WIE ENTSTEHT EIN DEKUBITUS?
Die häufigste Ursache ist langanhaltender Druck auf dieselbe Körperstelle.
Dadurch werden kleine Blutgefäße zusammengedrückt. Das Gewebe erhält zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe. Bleibt der Druck bestehen, können Haut und Gewebe absterben.
Auch Reibung und Scherkräfte, zum Beispiel beim Hochziehen im Bett, können die Haut zusätzlich schädigen.
Ein erhöhtes Risiko haben insbesondere Menschen mit:
eingeschränkter Beweglichkeit
Bettlägerigkeit
Lähmungen oder Empfindungsstörungen
Mangelernährung
Flüssigkeitsmangel
Inkontinenz
Diabetes mellitus
Unter- oder Übergewicht
höherem Lebensalter
WELCHE KRANKHEITSZEICHEN GIBT ES?
Frühe Anzeichen sind:
anhaltende Hautrötungen
Überwärmung oder Verhärtung der Haut
Schmerzen oder Brennen
Später können offene Wunden entstehen, die bis in tiefere Gewebeschichten reichen.
DEKUBITUS FRÜH ERKENNEN
Kontrollieren Sie regelmäßig gefährdete Hautstellen.
Eine gerötete Stelle sollte sofort entlastet und weiter beobachtet werden. Bleibt die Rötung bestehen oder entstehen Hautschäden, sollte eine Pflegefachperson oder Ärztin bzw. ein Arzt informiert werden.
PFLEGERISCHES MOTTO UND HINWEISE ZUR PFLEGE
Ein hilfreicher Grundsatz ist: „Bewegung fördern, Druck vermeiden und die Haut regelmäßig beobachten.“
Wichtig sind:
regelmäßige Positionswechsel
Förderung von Bewegung
Druckentlastung gefährdeter Körperstellen
sorgfältige Hautbeobachtung
Vermeidung von Reibung und Scherkräften
fachgerechte Lagerung
Hilfreich sind:
regelmäßiges Umlagern bei eingeschränkter Beweglichkeit
kurze Bewegungsphasen im Rahmen der Möglichkeiten
faltenfreie Bettwäsche
Vermeidung von Gegenständen im Bett
geeignete Sitz- und Liegepositionen
Auch kleine Bewegungen können helfen, Druck zu verringern.
Eine gesunde Haut ist widerstandsfähiger gegen Druckschäden.
Wichtig sind:
schonende Hautpflege
gute Hautbeobachtung
Schutz vor Feuchtigkeit durch Schweiß oder Inkontinenz
ausreichende Flüssigkeitszufuhr
ausgewogene, eiweißreiche Ernährung
Hilfsmittel können helfen, Druck zu reduzieren und die Haut zu schützen.
Dazu gehören zum Beispiel:
spezielle Matratzen
Sitzkissen
Lagerungshilfen
Welche Hilfsmittel geeignet sind, sollte individuell mit Fachpersonen besprochen werden.
HINWEISE ZUR SELBSTPFLEGE
Die Unterstützung eines bewegungseingeschränkten Menschen kann körperlich belastend sein.
Achten Sie deshalb auch auf Ihre eigene Gesundheit. Hilfreich sind: