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Reisen

Reisen ist eine Symphonie der Sinne. Oder, um es mit einem Vers von Wilhelm Busch zu sagen: „Froh schlägt das Herz im Reisekittel, vorausgesetzt man hat die Mittel.“ Besondere Mittel benötigen Pflegebedürftige und ihre Angehörigen, wenn sie verreisen wollen. Dazu gehören für den Pflegebedürftigen barrierefreie Verkehrsmittel, rollstuhlgerechte Unterkünfte und die Pflege am Urlaubsort.

Der pflegende Angehörige braucht im Urlaub vor allem eines: das gute Gefühl, dass der pflegebedürftige Ehepartner, die Mutter, der Vater, das Kind oder auch ein anderer geliebter Verwandter gut versorgt sind.

Das Thema Reisen mit Pflegebedürftigkeit ist längst kein Nischenthema mehr in der Touristikbranche, ganz gleich, ob es sich dabei um Städtereisen, Gesundheitswochenenden oder auch Fernreisen handelt. Etliche Reiseanbieter haben sich längst spezialisiert und bieten ein besonderes Know-how an. Auch Hotelanbieter orientieren sich zunehmend an den Bedürfnissen reisender Senioren. Der Deutsche Tourismusverband e. V. hat ein Kennzeichnungssystem für geprüfte Barrierefreiheit entwickelt.

„Ich war so froh, endlich mal für ein paar Tage abschalten zu können, ...“, schwärmt die 55-jährige Karin G. aus Brandenburg von dem Urlaub, den sie mit ihrer 80-jährigen demenzkranken Mutter in einem Pflegehotel an der Ostsee verbracht hat. „... und ich konnte wieder mal richtig Kraft schöpfen.“

Dient die Reise der Entlastung von pflegenden Angehörigen, kann entweder eine Ersatzpflege oder auch ein gemeinsamer Urlaub von der Pflegekasse bezuschusst werden. Verschiedene Möglichkeiten sind denkbar: Eine Pflegeperson möchte allein verreisen, der Pflegebedürftige wird ersatzweise durch eine andere Pflegeperson und/oder vorübergehend von einem Pflegedienst bzw. in einer Kurzzeitpflegeeinrichtung versorgt. Oder, wie im Fall von Karin G.: Die Pflegeperson verreist gemeinsam mit dem Pflegebedürftigen und wird durch professionelle Pflege am Urlaubsort entlastet. Diese Möglichkeit nutzen immer mehr pflegende Angehörige, denn sie können mit den Pflegebedürftigen gemeinsam etwas erleben, aber auch mal ein paar sorgenfreie Stunden alleine verbringen. Das kann ein ausgedehnter Strandspaziergang genauso wie ein Tagesausflug oder eine zweitägige Safari sein. Ganz gleich, ob beim Reisen nur kleine Hürden zu überwinden oder komplexe Pflegesituationen zu meistern sind - eine fachliche Unterstützung und Beratung, sei sie von einem Reiseanbieter oder von einem Pflegestützpunkt, ist immer sinnvoll.