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Veranstaltungstipp im Oktober: PfiFf-Themennachmittag „Pflege-Wohnformen“ in Berlin - Termine und Informationen finden Sie hier.

Stationäre Pflege

Leistungen für stationäre Pflege

Die Auswahl einer passenden Pflegeeinrichtung ist nicht leicht. Die Kosten spielen dabei eine wichtige Rolle.

Die Pflegekasse finanziert Leistungen für folgende Aufwendungen:

Pflegebedingte Aufwendungen

Zum Beispiel:

  • Körperpflege: Waschen, Duschen, Zähneputzen, Kämmen, Rasieren, Darm- und Blasenentleerung, Hygiene
  • Mobilität: Aufstehen, Zubettgehen, Lagern, Gehen, Stehen, Treppensteigen, An- und  Auskleiden
  • Ernährung: mundgerechte Zubereitung der Nahrung, Unterstützung beim Essen und Trinken

Aufwendungen für die Betreuung

Zum Beispiel:

  • Unterstützung bei persönlichen Angelegenheiten: Korrespondenz, Behördengänge
  • Alltagsgestaltung: Begleitung bei Spaziergängen, Hilfe bei Hobbys
  • Hilfe bei der Orientierung: Erkennen von Zeit, Ort und Personen
  • Unterstützung zur Teilnahme am sozialen Leben: Gottesdienst, Haus- und Familienfeiern

Aufwendungen für die medizinische Behandlungspflege.

Dazu zählen beispielsweise Medikamentengaben, das Verabreichen von Injektionen, das Anlegen von Verbänden und Blutdruckmessungen.

Die Pflegekasse übernimmt monatlich pauschale Leistungsbeträge je Pflegegrad in Höhe von:

 ab 01.01.2017
Pflegegrad 1125,00 EUR
Pflegegrad 2770,00 EUR
Pflegegrad 31.262,00 EUR
Pflegegrad 41.775,00 EUR
Pflegegrad 52.005,00 EUR

In jeder Pflegeeinrichtung gibt es ab dem 01.01.2017 einen für die Pflegegrade 2 bis 5 einheitlichen pflegebedingten Eigenanteil. Dieser Eigenanteil steigt nicht, wenn jemand in seiner Pflegeeinrichtung in einen höheren Pflegegrad eingestuft werden muss.

Zusätzlich zum einrichtungseinheitlichen Eigenanteil sind vom Pflegebedürftigen selbst die Kosten für Unterkunft/Verpflegung und betriebsnotwendige Investitionen der Pflegeeinrichtung zu zahlen.

Da es bei den Preisen eine erhebliche Bandbreite gibt, lohnt sich ein Vergleich. Hinzu kommen weitere Kosten, insbesondere für Zusatzleistungen  (z. B. die Reparatur privater Gegenstände). Diese müssen Sie vollständig zahlen.

Reicht Ihr eigenes Einkommen oder Vermögen nicht aus, um den Aufenthalt in der Pflegeeinrichtung zu finanzieren, empfehlen wir Ihnen, sich zu erkundigen, ob Ihnen Unterstützung aus der Sozialhilfe zusteht.

Was hat sich für die Pflegebedürftigen in Pflegeheimen zum 01.01.2017 geändert?

Alle Pflegebedürftigen, die bis zum 31.12.2016 von der Pflegekasse Leistungen der vollstationären Pflege in Pflegeheimen erhalten, werden zum 01.01.2017 automatisch - entsprechend der gesetzlichen Regelung - in den dann zutreffenden Pflegegrad übergeleitet. Die zuständige Pflegekasse hat alle Pflegebedürftigen zum Ende des Jahres 2016 schriftlich über den neuen Pflegegrad informiert.

Die Pflegeheime waren verpflichtet, ihre pflegebedürftigen Bewohnerinnern und Bewohner spätestens bis zum 30.11.2016 über den ab dem 01.01.2017 im jeweiligen Pflegegrad geltenden Pflegesatz und den neuen einrichtungseinheitlichen Eigenanteil schriftlich zu informieren. Die Pflegebedürftigen erhalten außerdem Informationen zum sogenannten Besitzstandsschutz.

Was bedeutet "einrichtungseinheitlicher Eigenanteil"?

Bisher war es bei Pflegebedürftigen in stationären Pflegeeinrichtungen so, dass mit der Einstufung in eine höhere Pflegestufe die Pflegeversicherung zwar mehr zahlte, der von den Betroffenen zu tragende pflegebedingte Eigenanteil aber ebenfalls stieg. Das führte dazu, dass sich Pflegebedürftige aus Furcht vor einem höheren Eigenanteil oftmals gegen eine Neubegutachtung wehrten, obwohl sie tatsächlich mehr Pflege brauchten. Im Pflegestärkungsgesetz II ist geregelt, dass es in jedem Pflegeheim ab dem 01.01.2017 einen einheitlichen pflegebedingten Eigenanteil für die Pflegegrade 2 bis 5 gibt. Dieser Eigenanteil wird also nicht mehr steigen, wenn jemand in seiner Pflegeeinrichtung in einen höheren Pflegegrad eingestuft werden muss.

Zusätzlich zum einrichtungseinheitlichen Eigenanteil sind  vom Pflegebedürftigen selbst die Kosten für Unterkunft/Verpflegung und betriebsnotwendige Investitionen des Pflegeheimes zu zahlen.

Was bedeutet "Besitzstandsschutz"?

Grundsätzlich soll kein Pflegebedürftiger, der bereits bis zum 31.12.2016 im Pflegeheim Leistungen der Pflegekasse erhalten hat, durch die Überleitung der Pflegesätze einen höheren Eigenanteil an den Pflegesätzen entrichten müssen. Die Pflegekasse zahlt deshalb an das Pflegeheim einen Zuschlag im Rahmen des Besitzstandes - zusätzlich zu den regulären vollstationären Pflegeleistungen - , wenn der einrichtungseinheitliche Eigenanteil im Januar 2017 höher als der individuelle Eigenanteil für die pflegebedingten Aufwendungen im Dezember 2016 ist. Der Zuschlag entspricht der Differenz aus den unterschiedlichen Höhen der Eigenanteile.