Hände

Nächste Pflegekurstermine

Informationen zu den nächsten Pflegekursterminen finden Sie hier.

MDK-Begutachtung

Wenn Sie gut vorbereitet sind, kann die Begutachtung schnell und zielführend verlaufen.

Die Einschätzung der Pflegebedürftigkeit übernimmt der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) im Auftrag der Pflegekassen. Der MDK kommt zu Ihnen nach Hause. Damit alle Beteiligten anwesend sein können, sollten Sie im Gespräch mit dem MDK einen für alle passenden Termin vereinbaren. Der MDK kommt dafür auf Sie zu.

Was können Sie für die Begutachtung vorbereiten?

  • Legen Sie die aktuellen Arzt- und Krankenhausberichte, die verordneten Medikamente/den Medikamentenplan, eine Liste der verfügbaren Hilfsmittel und – falls ein Pflegedienst Leistungen erbringt – die Pflegedokumentation bereit.
  • Führen Sie ein Pflegetagebuch, in dem Sie festhalten, welche Tätigkeiten in welchem zeitlichen Umfang täglich anfallen. Das Tagebuch sollte mindestens die letzten zwei Tage dokumentieren. Ein Pflegetagebuch über eine ganze Woche ist am aussagekräftigsten. Ihre Pflegekasse und Ihr Pflegestützpunkt halten eine Vorlage für ein Pflegetagebuch bereit.

Ihr Recht auf eine zeitnahe Begutachtung und mehr Informationen

  • Die Begutachtung sollte möglichst zeitnah erfolgen: Ist dies innerhalb von vier Wochen (seit dem 01.01.2016 gilt eine Frist von 20 Arbeitstagen (Montag bis Freitag, ohne gesetzliche Feiertage)) nicht geschehen, ist vorgesehen, dass Ihnen Ihre Pflegekasse drei Gutachter zur Auswahl benennt.
  • Wenn die Pflegekasse die Entscheidung zu Ihrem Antrag nicht innerhalb von fünf Wochen (seit dem 01.01.2016 gilt eine Frist von 25 Arbeitstagen (Montag bis Freitag, ohne gesetzliche Feiertage)) treffen kann, haben Sie Anspruch auf Zahlung einer Pauschale von 70,00 EUR pro begonnener Woche ohne Bescheid (Verzögerungsgebühr).
  • Sie erhalten auf Wunsch eine Kopie des erstellten Gutachtens. Darüber hinaus informiert Sie die Pflegekasse, wenn eine Rehabilitation empfohlen wird.

Gut zu wissen

  • Der Gutachter prüft auch, ob bauliche Veränderungen in der Wohnung sinnvoll sind.
  • Bitte beachten Sie, dass der Gutachter nicht die Schwere der Behinderung oder der Erkrankung bewertet, sondern ausschließlich den Hilfebedarf bei den gesetzlich festgelegten Pflegetätigkeiten.

Wichtige Informationen für die Umsetzung des Pflegestärkungsgesetzes II ab 01.01.2017

Damit die Umsetzung möglichst reibungslos funktioniert, hat der Gesetzgeber bereits für das Jahr 2016 und darüber hinaus folgende Maßnahmen vorgesehen:

  • In der Zeit vom 01.11.2016 bis 31.12.2017 wird die Bearbeitungsfrist von 25 bzw. 20 Arbeitstagen ausgesetzt, Ausnahme: es liegt ein besonders dringlicher Entscheidungsbedarf vor.
  • Ein besonders dringlicher Entscheidungsbedarf liegt vor bei:

    • Erstanträgen auf Pflegesachleistungen bei häuslicher Pflege (hierunter zählt kein Antrag auf Pflegegeld oder eine Kombination aus Pflegegeld und Pflegesachleistung)
    • Erstanträgen auf vollstationäre Pflege.

  • Die Zahlung der sogenannten Verzögerungsgebühr in Höhe von 70,00 EUR pro angefangener Woche im Falle einer nicht fristgemäßen Bearbeitung durch die Pflegekasse  wird für die Zeit vom 01.11.2016 bis 31.12.2017 ausgesetzt.

Die Pflegestufen

Die Pflegebedürftigkeit wird – je nach Intensität des Aufwandes – drei Pflegestufen zugeordnet. Bei den einzelnen Pflegetätigkeiten bedient man sich der täglichen Aktivitäten einer Person. Tätigkeiten wie die Körperpflege, Ernährung und Mobilität werden zur Grundpflege gerechnet:

Tätigkeiten in der Grundpflege
Körperpflege Dazu gehören Waschen, Duschen, Baden, Zahnpflege, Kämmen, Rasieren, Darm- und Blasenentleerung.
Ernährung Dieser Bereich umfasst das mundgerechte Zubereiten der Nahrung sowie die Unterstützung beim Essen und Trinken.
Mobilität Hierunter fällt die Fortbewegung in der Wohnung, also jede Hilfe beim Gehen, Stehen, Treppensteigen, Aufstehen, Zubettgehen, An- und Auskleiden und beim Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung.

Hauswirtschaftliche Versorgung

Sie betrifft das Einkaufen, Kochen, Spülen, Saubermachen der Wohnung sowie das Wechseln und Waschen von Wäsche und Kleidung, ferner das Beheizen der Wohnung.

Einstufung

Für die Einstufung in die drei Pflegestufen ist es auch wichtig zu schauen, wie viel Zeit für die Grundpflege aufgewendet wird.

Übersicht der Pflegestufen
  Pflegestufe I
erheblich pflegebedürftig
Pflegestufe II
schwerpflegebedürftig
Pflegestufe III
schwerstpflegebedürftig
täglicher Hilfebedarf 90 Minuten 3 Stunden 5 Stunden
davon für die Grundpflege mehr als 45 Minuten mindestens einmal täglich für wenigstens zwei Verrichtungen mindestens 2 Stunden dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten mindestens 4 Stunden rund um die Uhr
und im Haushalt mehrfach in der Woche mehrfach in der Woche mehrfach in der Woche