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Nächste PfiFf Kurstermine

Informationen zu den nächsten Pflegekursterminen finden Sie hier.

Veranstaltungstipp im Oktober: PfiFf-Themennachmittag „Pflege-Wohnformen“ in Berlin - Termine und Informationen finden Sie hier.

MDK-Begutachtung

Wenn Sie gut vorbereitet sind, kann die Begutachtung schnell und zielführend verlaufen.

Die Einschätzung der Pflegebedürftigkeit übernimmt der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) im Auftrag der Pflegekassen. Der MDK kommt zu Ihnen nach Hause. Damit alle Beteiligten anwesend sein können, sollten Sie zuvor mit dem MDK einen passenden Termin vereinbaren. Der MDK kommt dafür auf Sie zu.

Was können Sie für die Begutachtung vorbereiten?

  • Legen Sie die aktuellen Arzt- und Krankenhausberichte (wenn vorhanden), die verordneten Medikamente/den Medikamentenplan, eine Liste der verfügbaren Hilfsmittel und – falls ein Pflegedienst Leistungen erbringt – die Pflegedokumentation bereit.
  • Überlegen Sie vorab, was Ihnen in Ihrem Alltag besondere Schwierigkeiten macht. Wobei benötigen und wünschen Sie Unterstützung in Ihrem Alltag? Was können Sie in Ihrem Alltag selbständig ausführen?

  • Bitten Sie den Menschen, der Sie hauptsächlich pflegt oder Ihre Situation besonders gut kennt, beim Hausbesuch anwesend zu sein. Falls Sie einen Bevollmächtigten oder einen gesetzlichen Betreuer haben, informieren Sie ihn bitte über den Hausbesuch.

Ihr Recht auf eine zeitnahe Begutachtung und mehr Informationen

  • Wenn die Pflegekasse die Entscheidung zu Ihrem Antrag nicht innerhalb 25 Arbeitstagen (Montag bis Freitag, ohne gesetzliche Feiertage) treffen kann, haben Sie Anspruch auf Zahlung einer Pauschale von 70,00 EUR pro begonnener Woche ohne Bescheid (Verzögerungsgebühr).
  • Sie erhalten eine Kopie des erstellten Gutachtens. Darüber hinaus informiert Sie die Pflegekasse, wenn im Ergebnis der Begutachtung eine Rehabilitation, Hilfsmittel, Umbaumaßnahmen und/oder Maßnahmen zur Prävention empfohlen werden.

Wichtige Informationen für die Umsetzung des Pflegestärkungsgesetzes II ab 01.01.2017

Damit die Umsetzung möglichst reibungslos funktioniert, hat der Gesetzgeber bereits für das Jahr 2016 und darüber hinaus folgende Maßnahmen vorgesehen:

  • In der Zeit vom 01.11.2016 bis 31.12.2017 wird die Bearbeitungsfrist von 25 Arbeitstagen ausgesetzt, Ausnahme: es liegt ein besonders dringlicher Entscheidungsbedarf vor.
  • Ein besonders dringlicher Entscheidungsbedarf liegt vor bei:
    • Erstanträgen auf Pflegesachleistungen bei häuslicher Pflege (hierunter zählt kein Antrag auf Pflegegeld oder eine Kombination aus Pflegegeld und Pflegesachleistung)
    • Erstanträgen auf vollstationäre Pflege.

  • Die Zahlung der sogenannten Verzögerungsgebühr in Höhe von 70,00 EUR pro angefangener Woche im Falle einer nicht fristgemäßen Bearbeitung durch die Pflegekasse  wird für die Zeit vom 01.11.2016 bis 31.12.2017 ausgesetzt.

Die Pflegegrade

Mit der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs geht es seit dem 01.01.2017 bei der Beurteilung der Pflegebedürftigkeit um die Frage, wie gut jemand noch allein den Alltag bewältigen kann und wobei er Unterstützung benötigt. Der Grad der Selbständigkeit steht dabei im Fokus. Neben physischen finden nun auch kognitive, psychische und soziale Problemlagen Berücksichtigung. Der Zeitaufwand bei der Pflege, der bisher für die Beurteilung der Pflegebedürftigkeit entscheidend war, rückt in den Hintergrund.

Informationen zu Einzelheiten der neuen Pflegebegutachtung finden Sie unter dem Menüpunkt: Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff