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Nächste PfiFf Kurstermine

Informationen zu den nächsten Pflegekursterminen finden Sie hier.

Veranstaltungstipp im Juni: PfiFf-Themennachmittag „Pflege-Wohnformen“ in Berlin-Termine und Informationen finden Sie hier.

Leistungen bei Pflegebedürftigkeit

Pflegegeld

Übernehmen Angehörige, Bekannte oder sonstige nicht erwerbsmäßig pflegende Personen die Betreuung erhält der Pflegebedürftige Pflegegeld, das er an den Pflegenden weitergeben kann. Diese Art der Pflege, die von Nichtprofessionellen geleistet wird, gilt als ehrenamtlich. Das Pflegegeld zählt daher nicht als Einkommen und muss nicht versteuert werden.

Höhe des Pflegegeldes pro Monat:

 ab 01.01.2017
Pflegegrad 2:316,00 EUR
Pflegegrad 3:545,00 EUR
Pflegegrad 4:728,00 EUR
Pflegegrad 5:901,00 EUR


Pflegesachleistung

Häusliche Pflege durch Pflegedienste wird als Sachleistung erbracht. Es handelt sich dabei um köprperbezogene Pflegemaßnahmen, pflegerische Betreuungsmaßnahmen sowie um Hilfen bei der Haushaltsführung. Welchen Pflegedienst Sie wählen, steht Ihnen frei. Wichtig ist nur, dass der Pflegedienst einen Versorgungsvertrag mit der Pflegekasse geschlossen hat. Über die Leistungen, die der Pflegebedürftige konkret wünscht, schließt der ambulante Pflegedienst mit dem Pflegebedürftigen einen Pflegevertrag.

Der Pflegedienst dokumentiert die jeweils erbrachten Leistungen in einem Leistungsnachweis. Der Pflegebedürftige (ein/e Bevollmächtigte/r oder gerichtlich bestellte/r Betreuer/in) unterschreibt den Leistungsnachweis und dokumentiert so mit seiner Unterschrift die Richtigkeit der dokumentierten Leistungen. Der Leistungsnachweis ist die Grundlage der Abrechnung des Pflegedienstes gegenüber der Pflegekasse. Das Geld der Pflegekasse geht direkt an den Pflegedienst, nicht an den Pflegebedürftigen. Deshalb ist es wichtig, dass die Pflegekasse anhand der im Leistungsnachweis enthaltenen Angaben erkennt, dass die Leistungserbringung korrekt ist.

Höhe der Pflegesachleistung pro Monat:

 ab 01.01.2017
Pflegegrad 2:689,00 EUR
Pflegegrad 3:1.298,00 EUR
Pflegegrad 4:1.612,00 EUR
Pflegegrad 5:1.995,00 EUR

Pflegebedürftige des Pflegegrades 1 haben die Möglichkeit, den Entlastungsbetrag zu nutzen. Auch für die Pflegebedürftigen der Pflegegrade 2 bis 5 stehen über den Entlastungsbetrag weitere Leistungsmöglichkeiten ambulanter Pflegedienste zur Verfügung.

Teilstationäre Pflege

Wenn die Pflegeperson beispielsweise wegen anderer Aufgaben Zeiten überbrücken muss, kann die Betreuung in einer Einrichtung der Tages- oder Nachtpflege eine gute Lösung sein. Die Pflegekasse beteiligt sich in solchen Fällen an den Kosten der Pflege und der medizinischen Behandlungskosten sowie an den Transportkosten.

Höhe der Teilstationären Pflege pro Monat:

 ab 01.01.2017
Pflegegrad 2:689,00 EUR
Pflegegrad 3:1.298,00 EUR
Pflegegrad 4:1.612,00 EUR
Pflegegrad 5:1.995,00 EUR

Pflegebedürftige des Pflegegrades 1 haben die Möglichkeit, den Entlastungsbetrag zu nutzen. Auch für die Pflegebedürftigen der Pflegegrade 2 bis 5 stehen über den Entlastungsbetrag weitere Leistungsmöglichkeiten für die teilstationäre Pflege zur Verfügung.

Kombinationsleistung

Kombination von Pflegegeld und Pflegesachleistung: Die Pflege können sich Angehörige und ambulante Dienste auch teilen. Das bedeutet: Wird die Pflegesachleistung nicht in vollem Umfang in Anspruch genommen, wird ein anteiliges Pflegegeld gezahlt. Auch eine Kombination von teilstationärer Pflege und Sachleistungen oder Geldleistungen ist möglich. In diesem Fall können die teilstationären Pflegeleistungen ungekürzt bis zum jeweiligen gesetzlichen Höchstbetrag gezahlt werden. Es erfolgt keine Anrechnung auf die Pflegesachleistung und/oder auf das Pflegegeld.

Wenden Sie sich hierzu an Ihre Pflegekasse oder fragen Sie in Ihrem Pflegestützpunkt nach.

Der Beratungsbesuch

Beratungsbesuche sind für Pflegebedürftige, die Pflegegeld in den Pflegegraden 2 bis 5 beziehen, verpflichtend (Pflegegrad 2 und 3 halbjährlich; Pflegegrad 4 und 5 vierteljährlich). Bei Bezug von Pflegesachleistungen/Kombinationsleistungen ist ein Beratungsbesuch dagegen freiwillig. Auch Personen mit Pflegegrad 1 können den Beratungseinsatz freiwillig in Anspruch nehmen.

Der Beratungsbesuch wird von einem ambulanten Pflegedienst oder von einer durch die Pflegekassen anerkannten Beratungsstelle erbracht und sichert die Qualität der häuslichen Pflege durch Beratung und Hilfestellung, um zum Beispiel eine Überforderung der Pflegepersonen zu vermeiden.

Die Pflegedienste oder die anerkannten Beratungsstellen rechnen die Kosten des Beratungseinsatzes direkt mit der Pflegekasse ab.

Bitte nutzen Sie das Angebot. Bei Pflegegeldempfängern mit Pflegegrad 2 bis 5 ist die Pflegekasse verpflichtet, das Pflegegeld zu kürzen oder ganz zu entziehen, wenn der Beratungseinsatz nicht regelmäßig nachgewiesen wird.