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Nächste PfiFf Kurstermine

Informationen zu den nächsten Pflegekursterminen finden Sie hier.

Veranstaltungstipp im Juni: PfiFf-Themennachmittag „Pflege-Wohnformen“ in Berlin-Termine und Informationen finden Sie hier.

Der Entlastungsbetrag

Voraussetzungen und Höhe der Leistungen

Alle Pflegebedürftigen der Pflegegrade 2 bis 5 in häuslicher Pflege  können ergänzend zu den regulären ambulanten Pflegeleistungen (Pflegegeld, Pflegesachleistungen, Kombinationsleistungen, teilstationäre Pflegeleistungen) Leistungen im Rahmen des sogenannten Entlastungebtrages erhalten. Hierfür steht ein Budget von 125,00 EUR monatlich zur Verfügung.

Auch die Pflegebedürftigen des Pflegegrades 1 können den Entlastungsbetrag nutzen.

Ab dem 01.01.2017 steht für alle Pflegebedürftigen der Pflegegrade 1 bis 5 einheitlich ein Budget in Höhe von 125,00 EUR monatlich zur Verfügung.

Eine Leistungsübersicht über alle Leistungen der Pflegeversicherung je Pflegegrad finden Sie hier.

Welches Verfahren gilt für die Auszahlung des Entlastungsbetrages?

Die Kosten für die gewünschten und in Anspruch genommenen Maßnahmen werden nach Vorlage der Rechnungen für die gesetzlich definierten Leistungen von der Pflegekasse erstattet. Alternativ kann auch der Leistungserbringer die Leistungen direkt bei der Pflegekasse abrechnen. Hierfür ist eine sogenannte Abtretungserklärung erforderlich, mit dem der Pflegebedürftige seinen Leistungsanspruch über den Entlastungsbetrag an den Leistungserbringer abtritt. Den Leistungserbringern ist das Verfahren in der Regel bekannt.

Für welche Leistungen kann der Entlastungsbetrag konkret eingesetzt werden?

Mit dem Budget des Entlastungsbetrages können folgende Angebote genutzt werden:

  • Aufstocken der Regelleistung Kurzzeitpflege oder Erstattung von Eigenanteilen im Rahmen der Kurzzeitpflege (Pflegegrade 2 bis 5) oder Inanspruchnahme der Kurzzeitpflege wegen fehlender Regelleistung (Pflegegrad 1)
  • Aufstocken der Regelleistung teilstationäre Pflege oder Erstattung von Eigenanteilen im Rahmen der teilstationären Pflege oder Inanspruchnahme der teilstationären Pflege wegen fehlender Regelleistung (Pflegegrad 1)
  • Leistungen der ambulanten Pflegedienste im Sinne der Pflegesachleistung (in den Pflegegraden 2 bis 5 sind Leistungen aus dem Bereich der Selbstversorgung ausgeschlossen)
  • nach Landesrecht anerkannte alltagsunterstützende Angebote (Betreuungsangebote, Angebote zur Entlastung der Pflegepersonen, Angebote zur Entlastung im Alltag).

Welche Leistungserbringer konkret in Ihrer Region mit welchen Angeboten verfügbar sind, finden Sie in den unten stehenden weiterführenden Links. Auch Ihre Pflegekasse oder die Pflegestützpunkte halten hierzu Informationen bereit.

Gut zu wissen

Restbeträge aus dem Budget der zusätzlichen Betreuungs-/Entlastungsleistungen, die am Ende eines Kalenderjahres noch nicht verbraucht sind, können in das Folgejahr übertragen werden und noch bis zum 30.06. genutzt werden. Die Ansprüche aus dem Jahr 2017 können bspw. noch bis zum 30.06.2018 genutzt werden.

Besondere Regelung für Altansprüche aus den Jahren 2015 und 2016

Für die Übertragung der sogenannten Altansprüche aus den Jahren 2015 und 2016 (104,00 EUR bzw. 208,00 EUR monatlich) hat der Gesetzgeber mit dem Pflegestärkungsgesetz III eine einmalige Sonderregelung geschaffen. Die noch nicht in Anspruch genommenen Beträge aus beiden Jahren verfallen erst zum 31.12.2018.

Lassen Sie Ihre Leistungen nicht verfallen! Ihre Pflegekasse kann Ihnen Auskunft darüber geben, welche Ansprüche konkret verfügbar sind.

Verwendung des Pflegesachleistungsbetrages für nach Landesrecht anerkannte Angebote

Pflegebedürftige der Pflegegrade 2 bis 5 können zusätzlich  bis zu 40 % des Pflegesachleistungsbetrages für nach Landesrecht anerkannte alltagsunterstützende Angebote nutzen, soweit für die entsprechenden Leistungsbeträge keine ambulanten Pflegesachleistungen bezogen wurden.

Unser Tipp:

Lassen Sie sich hierzu von der Pflegekasse oder einem Pflegestützpunkt beraten. Dies ist wichtig, um die jeweiligen Auswirkungen auf die Höhe des Pflegegeldes zu kennen.