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Veranstaltungstipp im Juni: PfiFf-Themennachmittag „Pflege-Wohnformen“ in Berlin-Termine und Informationen finden Sie hier.

Essen und Trinken

Melonen
Melonen
© Bärbel Theis

Essen im Alter

Wenn der Alltag nur wenig Abwechslung bietet, werden Mahlzeiten oft zum Höhepunkt des Tages. Daher werden im Folgenden einige Aspekte einer gesunden Ernährung im Alter aufgeschrieben.

Da der Mensch, je älter er wird, einen immer geringeren Kalorienbedarf hat, lebenswichtige Nährstoffe und Vitamine aber in gleicher Höhe benötigt, müssen diese dann in kleineren Nahrungsmengen enthalten sein. Die Lebensmittel sollten also besonders nährstoffdicht sein.

Die folgenden Lebensmittel entsprechen diesen Kriterien:

  • Produkte aus Vollkornmehl (auch fein gemahlen), wie Vollkornbrot oder -brötchen, Vollkornnudeln
  • Kartoffeln, Naturreis, Haferflocken
  • Gemüse – roh oder kurz gegart (auch Tiefkühlware)
  • Obst, vor allem frisch (auch Kompott aus frischen Früchten)
  • alle Arten von Milchprodukten (zum Beispiel Quark, Joghurt, Kefir, fettarmer Käse)
  • fettarmes Fleisch und Geflügel
  • fettarme Wurst (beispielsweise gekochter Schinken oder Bratenaufschnitt)
  • Fisch (regelmäßig fettreiche Fischsorten, wie Hering oder Makrele, denn sie liefern wertvolle Fettsäuren)
  • Eier – in jeder Form der Zubereitung
  • Hülsenfrüchte (Linsen und Bohnen)
  • Nüsse – auch gemahlen
  • hochwertige Pflanzenöle (zum Beispiel Raps-, Sonnenblumen-, Oliven-, Walnuss-, Soja- und Weizenkeimöl)

Da der Geschmackssinn im Alter nachlässt, ist es sinnvoll, jedes Essen kräftig zu würzen, am besten mit Kräutern, Senf oder auch Curry. Süß und salzig werden von älteren Menschen weniger intensiv geschmeckt.

Da Fertiggerichte oftmals reich an Fett, Zucker, Zusatzstoffen und arm an Vitaminen und Mineralstoffen sind, empfiehlt es sich, so oft wie möglich selbst frisch zu kochen. Größere Mengen lassen sich dann portionsweise einfrieren. Aber auch Tiefkühlprodukte sind eine gute Alternative, wenn es mal schnell gehen muss. Dabei ist  auf den Energie-, Fett- und Zuckergehalt, der auf der Verpackung angegeben ist, zu achten.

Wenn der Appetit im Alter nachlässt, helfen die folgenden Tipps:

  • Schön angerichtete Speisen steigern die Esslust. Richten Sie die Teller liebevoll an! Kräuter als essbare Dekoration sehen nicht nur hübsch aus, sondern liefern auch noch Vitamine und Mineralstoffe. Bedenken Sie dabei: Das Auge isst mit!
  • Wenn Sie gemeinsam kochen und essen, schmeckt das Essen noch mal so gut!
  • Sorgen Sie öfter für angenehme Gesellschaft und laden Sie Freude ein! In Gesellschaft schmeckt es noch mal so gut!
  • Kochen Sie immer wieder das Lieblingsessen: Lieblingsspeisen erfreuen den Gaumen und wecken schöne Erinnerungen!
  • Kleine Essensportionen schmecken besser als zu große; die schrecken eher ab. Bieten Sie zwischendurch kleine Zwischenmahlzeiten an!
  • Wenn der Hunger mal nicht so groß ist, bieten Sie stattdessen frisches Obst oder eine Lieblingsspeise an!

Wenn der zu Pflegende im Bett essen oder bei der Nahrungsaufnahme unterstützt werden muss, so ist Folgendes zu beachten:

  • Lassen Sie ihn möglichst aufrecht sitzend essen, den Kopf leicht nach vorne geneigt!
  • Stellen Sie das Kopfteil hoch und achten Sie darauf, dass die Körperbeuge in der Hüfte ist und nicht auf Bauchhöhe!
  • Durch angewinkelte Knie sind die Beine entspannter. Ein Bettkeil und eine Beinrolle geben Halt.

Nach der Mahlzeit sollte 30 Minuten gewartet werden, bevor man das Bett wieder in die Liegeposition stellt. So wird verhindert, dass saurer Speisebrei aus dem Magen in die Speiseröhre gelangt und diese reizt.

Verschiedene Getränke
Verschiedene Getränke
© Bärbel Theis

Ausreichend trinken leicht gemacht

Da älteren Menschen häufig das Durstgefühl fehlt, obwohl ihr Körper dringend Flüssigkeit braucht, braucht es oft viel Phantasie und Überredungskunst, damit sie auf die empfohlene Trinkmenge von 1,5 bis 2 Liter kommen. Zudem führt Trägheit, Vergesslichkeit oder die Angst vor nächtlichen Toilettengängen oder auch alternde Sinneszellen dazu, dass Durst unterdrückt wird. Dies alles sind Gründe, warum Pflegebedürftige seltener zum Getränk greifen und Flüssigkeitsmangel zu Kreislaufproblemen, Schwindel, Verstopfung und Schwächegefühl führt.

Ausreichendes Trinken lässt sich aber trainieren!

  • Bauen Sie Trinken fest in den Tagesablauf ein!
  • Hängen Sie in jedem Zimmer „Trinken!“-Schilder auf!
  • Haben Sie Getränke immer in Reichweite: Flaschen aufgeschraubt/Gläser gefüllt!
  • Stellen Sie in jedes Zimmer (auch im Flur und im WC) gefüllte Gläser!
  • Prosten Sie sich bei den Mahlzeiten immer wieder zu!
  • Schöne Gefäße wie Porzellantassen oder Gläser mit Henkeln sind ansprechender als Plastikbecher!

Die 10 Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V.

Unter der Überschrift "Vollwertig essen und trinken" hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse 10 Regeln formuliert. Wir stellen Ihnen die 10 Regeln in kompakter Form nachfolgend in einem gesonderten Dokument zur Verfügung.