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Allgemeine Körperpflege

Die tägliche Körperpflege ist für jeden Menschen - ganz individuell - die ständig wiederkehrende Beschäftigung mit dem eigenen Körper und eine „gute Gelegenheit“, ihn intensiv zu beobachten und Auffälligkeiten und Veränderungen wahrzunehmen.

Zudem ist sie ein intimer Vorgang, der Ausdruck unserer Selbständigkeit und Autonomie ist. Wenn wir die Körperpflege nicht mehr selbst machen können, so bedeutet dies den Verlust unserer Autonomie. Viele Menschen reagieren hierauf mit Trauer, Depression oder auch Aggression.

In der Krankenpflege wie auch bei der Pflege eines Angehörigen steht die aktivierende Pflege im Vordergrund, d. h., man lässt die zu Pflegenden alles, was sie noch selbst tun können, selber machen. Hierbei fragt man nach den individuellen Wünschen und Angewohnheiten (z. B. Wassertemperatur, Seife).

Es ist sinnvoll, für die Körperpflege einen Zeitpunkt wählen, bei dem die zu Pflegenden wach und kräftig genug sind,  um gut mitzumachen. Dies kann unter Umständen erst der spätere Vormittag oder der Nachmittag sein. Intimität und Schamgefühl sollten beachtet werden.

Solange es geht, sollten die zu Pflegenden aus dem Bett ans Waschbecken gebracht werden (selbständig, mit Gehstock, mit Rollator, mit Toilettenstuhl oder im Rollstuhl). Erst wenn der Betroffene zu schwach ist und nicht mehr mobilisiert werden kann, findet die Körperpflege im Bett statt.

Vor der Körperpflege ist das Fenster zu schließen, damit sich die zu Pflegenden nicht erkälten können. Frische Wäsche und alle Pflegemittel sind bereit zu stellen. Es sind nur die Körperstellen frei zu machen, die gerade gewaschen werden sollen. Falls nötig, ist An- und Ausziehhilfe zu geben. Mit einem großen Badehandtuch können die zu Pflegenden abgedeckt und so warm gehalten werden.

In der Regel beginnt man damit, Gesicht und Oberkörper zu waschen. Es gibt eine Ausnahme: die Windelhose ist voll. In diesem Fall beginnt man mit der Intimpflege bereits im Bett und setzt die Körperpflege später am Waschbecken fort.

Während die zu Pflegenden im Waschbereich sind, kann das Bett frisch bezogen werden. Vorsicht: Den zu Pflegenden sollte ein Gefühl der Sicherheit vermittelt werden! Es ist z. B. darauf zu achten, dass sie nicht hinfallen können.

Nach der Körperpflege räumt man die schmutzige Wäsche weg, räumt das Zimmer auf und öffnet das Fenster, um frische Luft herein zu lassen.

Hinweis: Erforderliche technische Hilfsmittel, wie z. B. ein Toilettenstuhl, Duschhocker, Badewannenlifter oder ein Pflegebett, müssen vom Hausarzt verordnet werden. Die Verordnungen können dann bei der Krankenkasse bzw. Pflegekasse eingereicht werden. Sinnvoll ist es, vorher im Sanitätshaus seiner Wahl die genaue Bezeichnung des benötigten Pflegehilfsmittels zu erfragen und sich die Handhabung zeigen zu lassen.