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Arthrose/Arthritis/Rheuma

an rheumatischer Arthritis erkrankte Hände
an rheumatischer Arthritis erkrankte Hände
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Arten

Im Volksmund werden mit dem Sammelbegriff „Rheuma“ Erkrankungen bezeichnet, die mit Schmerzen im Bereich des Bewegungsapparates, also der Gelenke, Knochen, Sehnen und Muskeln einhergehen. Diese Krankheiten kann man in vier große Gruppen unterteilen:

  • durch Verschleiß und Abnutzung verursachte Erkrankungen der Gelenke (Arthrose)
  • durch Entzündungen verursachte Erkrankungen der Gelenke (Arthritis, z. B. Rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew)
  • Erkrankungen der so genannten Weichteile, wie Sehnen oder Muskeln (Weichteilrheuma)
  • rheumatische Beschwerden als Begleiterscheinungen anderer Erkrankungen

Symptome

Die Beschwerden gehen einher mit

  • fließenden, reißenden und ziehenden Schmerzen an den Gelenken
  • Morgensteifigkeit
  • Bewegungseinschränkungen bis hin zur Versteifung
  • Fehlstellungen
  • Funktionseinbußen

Behandlung

Zur genauen Abklärung, ob und welche rheumatologische Erkrankung man hat, ist es notwendig, zunächst den Hausarzt und ggf. einen Facharzt aufzusuchen, wie z. B. einen Orthopäden oder Rheumatologen. Nach einer umfangreichen Diagnostik wird die Therapie in der Regel folgendermaßen aussehen:

  • Im Vordergrund steht sicher die symptomatische Behandlung der Schmerzen, die u. U. durch ein spezifisches Anti-Rhematikum ergänzt wird.
  • Eine regelmäßige Physiotherapie ist oft ein wichtiger Teil der Behandlung, weil die Übungen dabei helfen, die Gelenke beweglich zu halten und Muskeln aufzubauen.
  • Sehr hilfreich ist auch eine physikalische Therapie, also der Einsatz von Wärme-, Kälte- oder Elektrotherapie. Hierbei wissen die Betroffenen oft selbst am besten, was ihnen gut tut. Achtung: Ein Sauna-Besuch ist kontraindiziert.
  • Im fortgeschrittenen Stadium ist bei manchen Betroffenen eine Operation unumgänglich, bei der zerstörte Gelenke durch eine Prothese ersetzt oder, wenn dies nicht möglich ist, zum Beispiel versteift werden.


  • Auch eine spezielle Ernährung kann die Therapie positiv unterstützen. Günstig bei Patienten mit chronisch entzündlichem Rheuma ist eine fleischarme Kost, da in Wurst und Fleisch viel der entzündungsfördernden Arachidonsäure steckt.
  • Der Besuch einer Selbsthilfegruppe wird ebenfalls angeraten.
  • Die Hinzunahme einer umfangreichen Ergotherapie ist sinnvoll, da durch die Funktionseinbußen entsprechende Hilfsmittel verordnet und deren Handhabung geübt werden kann.